OpenClaw zu OpenAI: Was Agentic AI für Gründer und VCs bedeutet
Peter Steinberger hat OpenClaw in wenigen Monaten zu einem weltweiten Phänomen gemacht – und sich dann für OpenAI entschieden. In dieser Episode spreche ich mit Jan Thomas darüber, was dieser Move bedeutet, warum Agentic AI klassische Seed-Finanzierungen überflüssig machen könnte und weshalb der Faktor Kapital für Gründer zunehmend an Bedeutung verliert.
Kernthemen dieser Episode
- OpenClaw → OpenAI: Warum Peter Steinberger nicht zu Meta gegangen ist – und was das über die Infrastruktur hinter großen AI-Projekten aussagt
- Eine Person, eine Milliarde: OpenClaw als erster echter Beweis, dass die „One-Man-Billion-Dollar-Company" keine Theorie mehr ist
- Das Ende klassischer Seed-Runden? Wie Agentic AI die Verhandlungsmacht von Gründern verschiebt und Finanzierungszyklen verkürzt
- Self-Improving Software: Vom Vibe-Coding zur selbstoptimierenden KI – und warum die lustigen Beispiele von heute die ernsthaften Fragen von morgen sind
- SaaS-Armageddon oder Leapfrogging? Warum viele Unternehmen SaaS überspringen und direkt auf AI-Infrastruktur aufbauen werden
Transkript
Das folgende Transkript wurde für die Lesbarkeit bearbeitet. Inhalt und Aussagen wurden nicht verändert.
Jan Thomas: Björn, hi, freut mich.
Björn Rieckhoff: Hallo Jan, freut mich auch.
Jan Thomas: Bevor wir ins Thema einsteigen – erzähl mal kurz, wie du gerade aufgestellt bist und was diese ganzen Entwicklungen rund um Agentic AI für dich persönlich bedeuten.
Björn Rieckhoff: Sehr gerne. Ich bin seit Mitte letzten Jahres als Advisor und Sparringspartner für Early-Stage-Gründer tätig – für Leute, die strategischen Support beim Unternehmensaufbau brauchen, speziell im Bereich Unternehmensfinanzierung. Ich nutze dabei meine Transaktionserfahrung aus neun Jahren Venture Capital.
Natürlich habe ich mir angesichts der Entwicklungen der letzten zwei, drei Jahre Gedanken gemacht, wie man das Beratungsgeschäft weiterentwickelt. Man kann es sehr händisch machen – 1:1-Beratung – aber man will natürlich aus dem Modus raus, im Prinzip eine Stunde seiner Zeit zu verkaufen.
Ich war letzte Woche in Wien beim Portfoliotag und Investor Day von FundF – eine sehr schöne Veranstaltung. Dort habe ich mit einigen CTOs aus dem Wiener Umfeld gesprochen, und natürlich dreht sich dabei viel um Anwendungsfälle von AI. Wenn du in dreieinhalb Stunden dein Lead-Management mit Claude Code auf einer AWS-Instanz fast vollständig automatisieren kannst – inklusive automatischer Follow-up-E-Mails aus Gesprächsnotizen – dann wird der Anwendungsfall für mich als Berater sehr präsent. Ich schaue gerade intensiv, welche Prozesse ich systematisieren und automatisieren kann, um meine Zeit deutlich effizienter einzusetzen.
Jan Thomas: Das finde ich so interessant. Wir sind ja vielleicht so eine Art Early Adopter in diesen Themen – auch wenn es natürlich Leute gibt, die noch viel weiter vorne dran sind. Aber ich weiß gerade gar nicht, wo diese Reise hinführt: Wenn alle anfangen, OpenClaw-Tools zu nutzen, und auf der anderen Seite OpenClaw-Tools sitzen, die das dann beantworten – welche Art von Web entsteht da, und wo bleibt dabei der Mensch? Hast du da einen klaren Take?
Björn Rieckhoff: Ich tue mich ehrlich gesagt schwer damit. Ich bin die ganze Zeit am Überlegen – ein bisschen Innovator's Dilemma: Ich rationalisiere mich selber weg. Aber das wird früher oder später sowieso vom Markt kommen. Vor dem Hintergrund ist es wahrscheinlich gut, wenn ich gewisse Schritte jetzt schon gehe. Lass uns gerne in einem halben Jahr oder Jahr nochmal sprechen – dann weiß ich vielleicht besser, wo die Reise hingeht. Aktuell, ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht.
Ich bin froh, dass mich Gründer weiterhin kontaktieren, weil sie an meiner Expertise Interesse haben – und nicht einfach ChatGPT aufmachen und sich selbst durch den Funding-Zyklus leiten lassen. Randnotiz: Das wäre auch gar keine schlechte Idee.
Jan Thomas: Du kannst ja vielleicht gleich auch sagen, wer sich bei dir melden sollte. Aber ich glaube, an bestimmten Stellen braucht man noch den Menschen – schon allein wegen der Trust-Signale, die dabei ausgesendet werden. Richtung Netzwerk und so. Trotzdem: Sich zu erkundigen und neugierig zu bleiben über alles, was gerade kommt – das ist, glaube ich, das Wichtigste.
Björn Rieckhoff: Hundert Prozent. Und ich merke: Ich habe weniger zu tun mit Gründern, die ohnehin im aktuellen AI-Hype-Zyklus unterwegs sind und für ihr KI-Startup die nächste Runde aufnehmen – weil da so viel Rückenwind kommt. Ich habe eher mit den Fällen zu tun, wo Industrieexperten mit fünf bis sieben Jahren Erfahrung in einer spezifischen Branche ein Thema ausgründen, aber selbst wenig Erfahrung im Unternehmensaufbau und im Fundraising haben.
Da geht es dann sehr darum, das Wissen – das ja durchaus verfügbar ist und durch LLMs sehr strukturiert aufbereitet wird – zu kontextualisieren, dem Ganzen eine Persönlichkeit zu geben und auf den individuellen Fall anzuwenden. Das kriegt man als Gründer auch selbst hin. Aber ich habe mittlerweile Frameworks entwickelt, mit denen das sehr schnell geht. Bis wir wirklich den Menschen komplett aus der Schleife nehmen können, dauert es wahrscheinlich noch etwas.
Jan Thomas: Jetzt zum eigentlichen Thema der Stunde: Peter Steinberger hat sich entschieden, zu OpenAI zu gehen. Du weißt, was OpenClaw ist. Ich weiß, was OpenClaw ist. Für alle anderen: Was war das eigentlich, und was bedeutet dieser Move?
Björn Rieckhoff: Er schreibt selbst in seinem Blog, dass das Projekt in eine eigene Stiftung überführt wird und open source bleibt – was der Community, die sich um OpenClaw gebildet hat, sehr entgegenkommt und wahrscheinlich auch die Akzeptanz für diesen Schritt erklärt.
Was den Move zu OpenAI selbst angeht: Ich glaube, dass die persönliche Incentivierung weniger im Kaufpreis lag als vielmehr darin, dass er innerhalb von OpenAI enorme Freiheiten haben wird, das Thema Agentic AI weiterzutreiben – auf einer Infrastruktur, die er als Einzelperson und als Open-Source-Projekt nie hätte aufbauen können. Es gab ja auch Security-Einschränkungen. Als Einzelperson kannst du nur so viel garantieren. Wenn das Projekt jetzt auf die OpenAI-Infrastruktur trifft, kannst du das Ganze wirklich hebeln.
Und er hat sich das genau überlegt – er hat sich nicht nur mit OpenAI getroffen, sondern auch mit Meta, um zu evaluieren, wo er am besten aufgehoben ist.
Jan Thomas: Bei Lex Fridman klang es noch so, als wäre er von Mark Zuckerberg begeistert gewesen – weil der selbst noch codet. Das klang ein bisschen verträumt. Ich finde ihn jetzt bei OpenAI besser aufgehoben. Aber lass uns darüber reden, was das eigentlich bedeutet: Wir haben es hier mit einer Einzelperson zu tun, über die plötzlich die ganze Tech- und KI-Welt spricht. Glaubst du, wir werden von dieser Sorte mehr sehen? Oder war das ein einmaliger Moment?
Björn Rieckhoff: Wir haben ja in der Vergangenheit immer darüber gesprochen, was passiert, wenn man eine „One-Man-Billion-Dollar-Company" hat. Und ich glaube, unabhängig davon, was monetär geflossen ist: Der Erfolg von OpenClaw zeigt, dass eine Person in sehr kurzer Zeit ein Thema so dynamisch vorantreiben kann, dass es weltweite Aufmerksamkeit erhält und von den bekanntesten Unternehmen umworben wird. Das ist schon sehr nah an dieser abstrakten Vorstellung, die man hat – und die ursprünglich so weit entfernt schien.
Ich glaube, in Zeiten von AI wirst du immer mehr solche Dynamiken finden, die sich schwer rationalisieren lassen, aber allein durch die Innovationsdynamik entstehen. Und das ist die dahinterliegende Entwicklung, die für jeden Gründer sehr relevant ist.
Jan Thomas: Da hatte übrigens Saeed Hashemi gemutmaßt, wenn Peter verkauft, dann kriegt er zwei bis fünf Milliarden. Florian Obst hatte gewettet, dass er eine VC-Runde macht. Ich dachte, er macht gar nichts und macht einfach weiter. Wir alle drei lagen falsch. Ich kann mir vorstellen, dass das Nächste, was kommt, ist: Wer ist der erste Bot, der Milliardär wird?
Björn Rieckhoff: Das ist tatsächlich eine interessante Perspektive. Wenn du dir überlegst, was heute wirklich der Bottleneck für viele Builder ist – nicht mal unbedingt Unternehmensgründer, manchmal sind es einfach Projekte, im Zweifel Open Source, ohne Rechtsform dahinter – dann ist Kapital nicht der Engpass. Das ist das Interessante. Dann geht es eher um Leverage. Und das ist auch für VCs eine grundlegende Frage: Worüber differenziere ich mich eigentlich, was kann ich Gründern bieten? Ehrlich gesagt haben wahrscheinlich 90 bis 95 Prozent der aktiven VCs nicht den Leverage, um solche Projekte zu beheimaten. Deswegen wird dann halt Meta aktiv, dann OpenAI aktiv – weil dort der Leverage liegt: Infrastruktur, Zugang zu Know-how, technologische Entwicklungen. Kein europäischer VC hätte ihm das bieten können.
Jan Thomas: Er hat in der Vergangenheit auch nicht die besten Erfahrungen mit Venture Capital gemacht. Er hatte schon mal einen Exit, ist in eine Sinnkrise geraten, hat Therapien gemacht. Das klang nicht gut. Ich glaube, auf klassisches Venture Capital hatte er einfach keine Lust mehr. Und dann ist es ja die Frage: Was würde ihm viel Geld an dieser Stelle überhaupt bringen? Vermutlich eher die Infrastruktur und das Setup.
Björn Rieckhoff: Ich glaube, da geht es viel mehr darum, seinen Purpose zu finden, Leidenschaft zu einem Thema zu haben. Das lässt sich sehr schwer in Euros oder Dollars aufwiegen.
Jan Thomas: Ich folge auf TikTok einer Reihe von Leuten, die mit OpenClaw experimentieren. Das ist beeindruckend. Ich bewundere das, habe aber noch etwas Respekt vor dem Setup – und vor allem vor den Sicherheitsfragen. Es gibt ja Bots, die sich verselbstständigen: Einer sollte Geld verdienen und hat sich dann einen Kurs bei Alex Hormozi für 3.000 Dollar gekauft. Und jetzt gibt es das Thema „Self-Improving Software" – Software, die sich quasi selbst schreibt und weiterentwickelt. Der Tech-Chef von Spotify hat ja auch gesagt, sie schreiben fast keine Zeile Code mehr selbst.
Björn Rieckhoff: Das ist absolut eine wilde Zeit. Ich glaube, es geht gerade von Wegwerfsoftware – diesem Vibe-Coding der letzten Monate, wo man promptet, gefällt es oder gefällt es nicht, man wirft es weg, macht es neu – hin zu wirklich systemisch denkenden Systemen. Und da kommst du natürlich in ganz andere Schwierigkeiten, wie du mit diesen Beispielen aufzeigst. Noch sind die Beispiele lustig. Irgendwann vielleicht nicht mehr. Das sind die Schranken, die man solchen Systemen noch geben muss. Und vielleicht ist das auch das nächste Thema, wo jemand entsprechende Planken setzt.
Jan Thomas: Wer kann überhaupt die Planken setzen? Das können doch keine Regierungen sein.
Björn Rieckhoff: Ich glaube, das ist ein klassischer Fall davon, dass sich das ab einem gewissen Reifegrad der Technologie teilweise selbst reguliert – durch den freien Markt, nicht durch den Gesetzgeber. Schon allein deshalb, weil die Sicherheit für bestimmte Use Cases irgendwann zur Voraussetzung wird, um das Ganze auch für Unternehmen sinnvoll nutzbar zu machen. Und da wirst du einfach verschiedene Abstufungen von Autonomie sehen. Selbst für mich als Berater gilt: Ich bin daran interessiert, keine Mandantendaten frei durch LLMs zu schicken. Das macht man einmal, und dann hat man ein großes Problem. Das reguliert sich use-case-by-use-case.
Jan Thomas: Du sprichst vom freien Markt. Wir reden ja gerade von einem „SaaS-Armageddon" – die SaaS-Branche steht komplett unter Druck. Ich frage mich, ob jetzt schon die nächste Welle eingeläutet wird und ob wir überhaupt noch verstehen, was OpenClaw für die Wirtschaft bedeutet.
Björn Rieckhoff: Ich auch nicht. Da fischen noch alle im Dunkeln, wenn man ehrlich ist. Was ich aber schon denke: Bis du das Ganze in der Breite des Marktes siehst, also bei kleineren Unternehmen, dauert es wahrscheinlich länger als erwartet. Aber ich glaube schon, dass du eine ganze Reihe von Unternehmen sehen wirst, die SaaS-Software vom Reifegrad überspringen und direkt auf einer AI-Infrastruktur aufbauen. Ein Leapfrogging. Sie werden nicht den Weg von Excel über SaaS zu Agentic AI gehen, sondern direkt auf eine höhere Tech-Maturity springen.
Jan Thomas: Und vielleicht überspringen sie dann auch noch das Interface – weil du irgendwann einfach Agenten hast, die für dich arbeiten. Ich kenne Leute, die bauen schon ganze Organigramme mit Agenten nach. Das ist so ein autonomer Layer, der einfach vor sich hin arbeitet.
Björn Rieckhoff: Absolut interessant. Ich habe letzte Woche in Wien mit CTOs gesprochen – interessanterweise spricht dort keiner davon, das Tech-Team um 50 Prozent zu verschlanken. Alle sprechen davon, wie der einzelne Developer deutlich produktiver wird und wie man aus dem existierenden Unterbau mehr Output generiert. Das ist eigentlich das Spannende: Jeder generiert mit derselben Manpower mehr Output, und deswegen siehst du diese Schnelllebigkeit in den Innovationszyklen. Das verschiebt natürlich auch eine gewisse Verhandlungsmacht. Als Gründer kann ich mit einem kleineren Team länger mehr erreichen. Weniger Burn, längerer Runway, weniger Druck beim Fundraising.
Jan Thomas: Im reinen Software-Bereich muss man sagen.
Björn Rieckhoff: Im reinen Softwarebereich, ja. Aber das verschiebt durchaus Dynamiken in der VC-Welt. Vielleicht sehen wir dadurch, dass klassische Pre-Seed- und Seed-Finanzierungen gar nicht mehr notwendig sind. Oder sie sind dann eigentlich schon Growth Capital. Ich habe recherchiert: Im Median brauchen AI-Companies 20 Monate, um auf 30 Millionen ARR zu kommen. Das ist irre schnell. Lovable hat mit – ich glaube – 15 Mitarbeitern die 100 Millionen ARR geknackt. Diese Dynamiken zeigen: Man kann mit einem bedingten Team in sehr kurzer Zeit sehr viel erreichen.
Jan Thomas: Wir sollten aber auch nicht vergessen: Wir wissen noch nicht, wie schnell diese Companies von 30 Millionen auch wieder auf Null gehen können. Self-improving software ist schon wieder die nächste Stufe – das könnte auch einem Lovable gefährlich werden.
Björn Rieckhoff: Das wäre mal spannend zu hören, was die Lead-Investoren dazu sagen. Die Nachhaltigkeit des AI-Hypes ist natürlich ein Thema. Aktuell experimentiert jeder, weil niemand genau weiß, wohin es läuft. Und das ist nicht notwendigerweise der Investment-Case, sondern eine Art Lernerfahrung. Wie nachhaltig das ist, wird sich zeigen. Wir hatten das schon bei der ein oder anderen Company: Die von ARR gesprochen haben, wo man hinterfragt hat, wie resilient der Umsatz gegenüber Churn ist. Und was ich interessant finde: Viele dieser Wachstumszyklen wurden erst ermöglicht durch eine Go-to-Market-Strategie, die sehr nah an Consumer-Businesses ist, sich aber an B2B richtet. Genau so sind Notion und Co. groß geworden – über den einzelnen Mitarbeiter in ein Unternehmen hinein, dann den Enterprise-Account geclosed. Ob das so bleibt – who knows.
Jan Thomas: Soll man jetzt seine Wette darauf setzen? Was glaubst du: Schauen wir in einem Jahr so auf diesen Moment wie auf den ChatGPT- oder iPhone-Launch? Oder war das ein Strohfeuer?
Björn Rieckhoff: Ich glaube tatsächlich, dass das ein iPhone-Moment ist. Ich hole die Gespräche mit den CTOs letzte Woche heraus – für mich war es erfrischend zu hören, wie Entwickler mit 25-plus Jahren Erfahrung, die seit Ende der 90er aktiv sind, gesagt haben: „Ich habe zum ersten Mal seit der Entwicklung des Internets wieder richtig Lust darauf, diese Themen zu implementieren." Das sagt etwas. Es ist nicht alles Gold was glänzt, und wo gehobelt wird, fallen Späne. Aber nachhaltig wird hier eine absolute Verschiebung zu sehen sein.
Jan Thomas: Zum Schluss: Glückwunsch an Peter Steinberger. Was der geschafft hat, ist bemerkenswert. Er redet auch von OpenClaw als Operating System – mit der These, dass 80 Prozent der Apps verschwinden werden. Abwarten. Und: OpenAI verliert gerade ein bisschen die Pole-Position Richtung Google und Anthropic. Auch noch mal eine Wette, die er für sich richtig eingehen muss.
Björn Rieckhoff: Es ist ein absolutes Leuchtturm-Projekt. Hut ab, herzlichen Glückwunsch. Beim nächsten Mal können wir darüber sprechen, dass es schön gewesen wäre, wenn österreichische Gründer auch in Europa bleiben – aber dafür fehlt einfach die Infrastruktur aktuell.
Jan Thomas: Wohin hätte er denn sonst gehen können? Mistral fällt einem ein. Aber für die Sicherheitsfragen – also persönlich dafür zu haften, wenn irgendwo eine Lücke entsteht – brauchst du einfach auch ein professionelles Umfeld.
Björn Rieckhoff: Ab einem gewissen Punkt wächst einem das Projekt vielleicht auch über den Kopf. Man sagt: Es ist besser, das in verschiedenen Händen zu wissen und zu professionalisieren. Nicht, weil man selbst nicht in der Lage wäre – er hat ja mehr geschafft als fast irgendjemand sonst. Aber diese Dynamik und Reichweite, die er da entfaltet hat, war schon bemerkenswert.
Jan Thomas: Wenn der Senf einmal aus der Tube ist, kriegst du ihn nicht mehr rein. Björn, es war mega. Bis zum nächsten Mal.
Björn Rieckhoff: Ciao!
Über Björn Rieckhoff
Björn Rieckhoff ist Independent Advisor und Business Angel mit fast zehn Jahren Erfahrung im Early-Stage-Venture-Capital. Er half beim Aufbau von Cavalry Ventures als erster Mitarbeiter und wurde später Partner des Fonds. Heute unterstützt er Gründer beim Fundraising, schärft ihre Story, stellt Geschäftsmodelle auf den Prüfstand und setzt schlanke Finanzierungsprozesse auf. Mit über 80 Transaktionen und Board-Sitzen von der Seed- bis zur Series-B-Phase bringt er diese Perspektive als Sparringspartner für Unternehmer ein.
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